Steuersparmodelle
Das Geheimnis der Steuer-Sparmodelle ist das beabsichtigte Erwirtschaften von hohen Verlusten bei Fonds oder Abschreibungen bei Immobilien in der Anfangsphase eines gewählten Modells. Später soll sich eine hohe Rendite einstellen. Steuern sparen kann aber nur wer viel Steuern zahlt. Wer "nur" 35.000 EUR verdient für den lohnt sich eine riskante Anlage nur wegen der Steuerersparnis nicht.
In einem Verkaufsgespräch sollte der Anlageverkäufer unbedingt Interesse an Ihrem zu versteuernden Einkommen für die gesamte Vertragsdauer zeigen und es sollte auf jeden Fall das Wort "Grenzsteuersatz" fallen. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ist bei der Verkaufsberatung auf steuerliche Risiken und die aktuelle Steuerrechtsprechung Rücksicht zu nehmen. Ohne diese Mindestvoraussetzung neben den allgemeinen Aufklärungspflichten wie Risiko, Zinssatz etc. sollte man die Finger vom Angebot lassen oder dieses zumindest intensiv prüfen. Wichtig bei der Prüfung ist das Endergebnis. Und das muss höher als die Gesamtinvestition sein. Wenn von 25.000 EUR Investition am Ende nur noch 5.000 EUR verbleiben ist ein deutlicher Verlust entstanden, auch wenn eine Steuerersparnis von 10.000 EUR erzielt wurde. Die Anlage muss also auch mit dem alleinigen Anlageziel der Steuerersparnis rentabel und wirtschaftlich sein.
Nach Vertragsschluss sollte die Anlage immer beobachtet werden um auf Veränderungen sofort reagieren zu können. So kann sie der anfänglich hoch gelobte Immobilienfond innerhalb kürzester Zeit zur Schrottimmobilie entwickeln. Dann ist über Haftung und Schadensersatz innerhalb kürzester Zeit nachzudenken.